Datum/Zeit
08.07.16
20:00-22:00

Ort
Uni Freiburg, KG I, Hörsaal 1098

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Was will der schwule Rechtspopulismus? Feindbilder und Argumente der Homosexuellen in der AfD.

Der gesellschaftliche Rechtsruck geht nicht spurlos an LGBT* vorrüber. Rassistische, sexistische und reaktionäre Positionen werden auch innerhalb der LGBT*-Communities offener vertreten. Nicht nur sind geoutete Homosexuelle sind in den Vorständen von AfD und Front National; d rechten Schwedendemokraten planten im Juli 2015 sogar einen eigenen CSD: Durch ein vorwiegend migrantisch bewohntes Stadtviertel in Stockholm. In Deutschland sind die Homosexuellen in der AfD das plakativste Beispiel für dieses Phänomen.

Jan Schnorrenberg wertete im Rahmen einer universitären Arbeit über zwei Monate hinweg die Öffentlichkeitsarbeit der Homosexuellen in der AfD aus. In seinem Vortrag stellt er die Feindbilder und Argumentationsstrategien rechtskonservativer LGBT* vor – zwischen der Homolobby, Queerfeminismus und dem Islam. Dabei sollen besonders folgende Fragen im Mittelpunkt stehen: Was bedeuet es, Rechts und LGBT* zu sein? Mit welchen Widersprüchen sind LGBT* in Parteien wie der AfD konfrontiert? Was fordern LGBT* in rechten Parteien konkret, wie begründen sie ihr Engagement? Sie sehen sie den Rest der Community? Wie gehen wir als Community damit um, wenn LGBT*-Inhalte rechtsnational vereinnahmt werden?

Jan Schnorrenberg war zwei Jahre im Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND und davon ein Jahr politischer Geschäftsführer. Er studiert Kulturwissenschaft im Master an der HU Berlin und arbeitet gegenwärtig in der Presseabteilung des Schwulen Museums.

Eine Veranstaltung des CSD Freiburg.