Hier gibt es das offizielle Werbematerial des CSD-Freiburg 2014.

Pressekonferenz:
Donnerstag, 10.Juli 2014, 17 Uhr:
Am Donnerstag, den 10.Juli 2014 findet um 17 Uhr eine Pressekonferenz zum CSD in den Räumlichkeiten der Rosa Hilfe Freiburg (Adlerstraße 12) statt. Eingeladen sind alle Pressevertreter*innen und Interessierte. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu Einzelinterviews.

Samstag, 12.Juli 2014, 18.45 Uhr:
Eine weitere Kurzpressekonferenz wird es am Samstag, den 12.Juli 2014 um 18.45 Uhr am Infopunkt des CSD-Freiburg (auf dem Platz der alten Synagoge) geben. Es handelt sich um eine Kurzkonferenz da sie zwischen der Parade und der Abschlusskundgebung stattfindet.

Statement der CSD-Orga:
Nach über 10 Jahren findet in Freiburg erstmals wieder ein Christopher Street Day (CSD) statt. Vom 11.-13. Juli gibt es diverse Veranstaltungen in Erinnerung an die Aufstände Homo- und Transsexueller in der New Yorker Christopher Street im Jahr 1969.
Der CSD ist ein Festtag an dem schwule, lesbische, bisexuelle, trans*, inter* und queere Menschen ihrem Leben mit Kultur, Tanz, Musik und Paraden selbstbewusst eine Stimme geben. Zugleich ist der CSD aber auch ein Kampftag für all diese Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Identität weltweit Gewalt und Verfolgung erfahren. Diese Gewalt reicht von der Todesstrafe für Homosexualität beispielsweise in Saudi Arabien bis zur Diskriminierung Transsexueller in Deutschland. Gewalt die dann beginnt wenn schwul als Schimpfwort gebraucht wird und damit endet, dass die Selbstmordrate von homosexuellen Jungen in Deutschland bis zu 7mal höher ist als bei anderen Gleichaltrigen.
Solange Menschen Diskriminierung und Gewalt erfahren, solange ist der Christopher Street Day notwendig um unseren Forderungen Ausdruck zu verleihen. In diesem Sinne werden wir am CSD zusammen feiern und kämpfen. Wir leben wie wir wollen und wir lieben wen wir wollen.

CSD-Orga

+++Pressemitteilung zum CSD 2014 in Freiburg im Breisgau (Kurzversion)+++

CSD-Freiburg gegen Homo- und Transphobie
Diskriminierung stoppen * Ausgrenzung beenden * Gewalt verhindern * Liebe leben.

In Tradition der Aufstände in der Christopher Street 1969 wendet sich der CSD 2014 in Freiburg gegen die Disrkiminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Trangsgendern*, Intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ).

In Deutschland wurden Homosexuelle aufgrund § 175 lange verfolgt, erst 1994 wurde dieser endgültig gestrichen. Allerdings zeigt die aktuelle Debatte über die neuen Bildungspläne in Baden-Württemberg wie rechtes Gedankengut gepaart mit religiösem Fanatismus dazu führen, dass Menschenfeindlichkeit und Antihomohetze wieder einen Nährboden finden. Dass die Selbstmordrate von schwulen Jungs bis zu siebenmal höher ist als bei anderen Gleichaltrigen wird kaum registriert.

In allen gesellschaftlichen Bereichen werden wir damit konfrontiert, dass es normal sei heterosexuell zu sein, inklusive einem Wust sexistischer Rollenbilder die Mann und Frau zu erfüllen haben. Transsexuelle Menschen und Transgender*-Personen gelten entgegen ihrer Selbstdefinition als “geschlechtsidentitätsgestörte Frau oder Mann” und damit als kranke, behandlungsbedürftige Menschen. Ihnen wird also vom Staat nicht zugestanden, ihre Geschlechtsidentität selbst zu bestimmen, auch außerhalb des binären Geschlechtsverständnisses.

Deshalb fordern wir:
• eine Offenlegung und das Ende jeglicher Gewaltanwendungen gegen Menschen aufgrund deren Abweichung von der Heteronorm.

• die Unterstützung von Menschen die Aufgrund ihrer körperlichen Ausprägung oder ihrer sexuellen Neigung fliehen mussten; Bleiberecht für alle und das Ende der Residenzpflicht für Flüchtlinge.

• ein sofortiges Ende der Lohndiskriminierung von Frauen in Deutschland inklusive der Verbreitung sexistischer Rollenbilder und patriarchaler Machtvorstellungen.

• die sofortige und ersatzlose Streichung der Kategorie “Geschlechtsidentitätsstörung aus dem gängigen Krankheitskatalog ICD und somit ein sofortiges Ende der Transpathologisierung in Deutschland.

• die völlige Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften, inklusive des vollen Adoptionsrechts.

• die Anpassung der (baden-württembergischen) Bildungspläne an queere Lebensrealitäten, frei von religiösdominierten, Heteronormen und sexistisch geprägten Machtstrukturen.

• die Rehabilitierung aller nach § 175 verurteilten Menschen.

• die Aufnahme des Merkmals sexuelle Orientierung und sexuelle Identität in Artikel 3 des Grundgesetzes.

Wir setzen uns ein für einen gemeinsamen Kampf für die Rechte ALLER, unabhängig welcher sozialer, kultureller oder geografischer Herkunft, Fähigkeiten, körperlicher Ausprägungen oder sexueller Orientierung.

In diesem Sinne sehen wir uns auf den Straßen und in allen anderen Bereichen des Lebens. Wir feiern zusammen, wir lachen, weinen, arbeiten, faulenzen, freuen uns und streiten miteinander.

WIR LEBEN WIE WIR WOLLEN UND WIR LIEBEN WEN WIR WOLLEN.

Deshalb rufen wir alle Menschen dazu auf, sich an den Veranstaltungen des CSD-Freiburgs und insbesondere an der Demonstration am Samstag, den 12. Juli 2014 zu beteiligen.

Weitere Informationen sowie eine längere Version findet sich unter http://csd.blogsport.de/.

Orgateam des Freiburger CSD 2014